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Weniger Zwangsversteigerungen und niedrigere Verkehrswerte in 2009
Trotz der weltweiten Finanzkrise sind in Deutschland im vergangenen Jahr weniger Immobilien in die Zwangsversteigerung gekommen als noch im Jahr 2008. Insgesamt hat ARGETRA 86.617 Zwangsversteigerungstermine gezählt. Das ist gegenüber dem Vorjahr ein leichtes Minus von 1,8%.

Keine Regel ohne Ausnahme: Gegen diesen Trend stehen vier Bundesländer im Norden und in der Mitte Deutschlands, nämlich Hessen, Saarland, Schleswig-Holstein und Hamburg. Hier hat es im Vergleich zum Vorjahr wieder mehr Versteigerungstermine gegeben. Spitzenreiter in dieser Gruppe ist Hamburg mit einem Plus von satten 18%.

Erfreulich ist, dass in den neuen Ländern die Anzahl der Zwangsversteigerungen weiterhin rückläufig ist. Im Vergleich zu 2008 konnte hier insgesamt ein Minus von 6,8 % festgestellt werden. Gemessen an der Einwohnerzahl gibt es im Osten aber immer noch mehr Termine als im Westen. Beispiel Sachsen: Hier gab es im vergangenen Jahr trotz eines Minus von 7,8% immer noch vier mal mehr Versteigerungstermine als in Baden Württemberg.

Interessant für alle, die gerne Haus, Wohnung oder Grundstück ersteigern wollen, ist die Tatsache, dass die Verkehrswerte fast überall zurückgegangen sind. Das bedeutet, dass mit Ausnahme der Länder Hamburg, Bremen, Baden Württemberg, Saarland und Sachsen-Anhalt viele Immobilien noch günstiger zu ersteigern sind als ohnehin schon.

Im Rückblick betrachtet hat es 2009, ganz anders als beispielsweise in den USA, Großbritannien oder auch Spanien, in Deutschland trotz der Finanzkrise keinen sprunghaften Anstieg bei den Immobilienversteigerungen gegeben. Wenn im neuen Jahr die Wirtschaft wieder anzieht und die Zahlen sich ähnlich darstellen wie in 2009, so hat der Eigentümer seines Häuschens oder seiner Eigentumswohnung allenfalls ein paar Abschürfungen, nicht aber den Verlust seines Eigentums davongetragen. Wenn sich die schwächelnde Konjunktur allerdings fortsetzt, bleibt ein Anstieg der Zwangsversteigerungen nach Ansicht von ARGETRA unausweichlich.

Quelle: ARGETRA-Pressemitteilung vom 23. Januar 2010

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