Preise für Wohneigentum ziehen weiter an

25.11.2011

Der DEIX Deutscher Eigentums-Immobilien-Index des ifs Städtebauinstituts ist 2010 gegenüber dem Vorjahr durchschnittlich um 2,7% gestiegen. Preise für Eigentumswohnungen zogen dabei wesentlich stärker an als die für Einfamilienwohnhäuser. Regionale Preisunterschiede nehmen weiter zu.


Der DEIX Deutscher Eigentums-Immobilien-Index des ifs Städtebauinstituts ist 2010 in Westdeutschland gegenüber dem Vorjahr um drei Punkte auf 109 Punkte (1995 = 100), in Ostdeutschland sogar um fünf Punkte auf 93 Punkte gestiegen.

Neben dem Gesamtindex veröffentlicht das ifs Städtebauinstitut auch die Preisentwicklungen für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen in langjährigen Indexreihen. Die Ergebnisse beruhen jeweils auf einer Betrachtung der Gesamtumsätze (Anzahl und Kaufpreis). Preisbildende Faktoren für die Immobilien wie Baualter, Lage, Ausstattung, etc. werden dabei ausgeblendet.

Die Preise für Eigentumswohnungen stiegen nach Angabe des ifs Städtebauinstituts 2010 im Bundesdurchschnitt um 4,2% auf 130.900 €. In Westdeutschland musste demnach mit durchschnittlich 133.300 € pro Eigentumswohnung 4,1% mehr bezahlt werden als noch 2009. In Ostdeutschland verteuerten sich die Eigentumswohnungen um 6,3% auf durchschnittlich 117.300 €.

Eine Differenzierung nach Bundesländern zeige, dass die Preise für Eigentumswohnungen, mit Ausnahme von Sachsen-Anhalt (-22,5%) und Bremen (-6,5%), in ganz Deutschland gestiegen sind.

Mit dem Durchschnittspreis von 206.000 € für die Eigentumswohnung liege Hamburg weiter unangefochten an der Spitze. Mit deutlichem Abstand an zweiter Stelle rangiere wie bereits in den Vorjahren Bayern mit 159.500 € (+5,1%). Die preiswertesten Eigentumswohnungen in Deutschland sind der Studie zu Folge unverändert in Sachsen-Anhalt zu finden (56.200 €; -22,5%).

Das Preisniveau für Einfamilienhäuser ist 2010 laut ifs Städtebauinstitut im Bundesdurchschnitt gegenüber dem Vorjahr leicht um 1,7% auf 158.100 € gestiegen. Während man in Ostdeutschland im Durchschnitt mit 102.300 € 5,0% mehr als im Vorjahr bezahlen musste, war in Westdeutschland mit 171.400 € ein Anstieg um +1,4% zu verzeichnen.

Hamburg sei das einzige Bundesland, das einen merklichen Preisrückgang für Einfamilienhäuser aufweisen konnte. In der Hansestadt sank der Preis für ein Einfamilienhaus auf 306.600 € (-5,6%). Die größten Preisanstiege wurden in Brandenburg (+9,3%), Mecklenburg-Vorpommern (+7,2%), Sachsen (+4,4%) und Berlin (+3,4%) festgestellt. Ansonsten wurden überwiegend geringfügige Veränderungen gegenüber dem Vorjahr registriert.


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